Lehnhof, Rose M. : Tausend und ein Jahr
Tausend und ein Jahr
Autobiographische Mitteilungen einer Nichtarierin
von Rose Marie Lehnhof. 2001. 238 Seiten. 13 x 21 cm. Gebunden mit Schutzumschlag.
Uns wurden 1933 eintausend große und glückliche Jahre verheißen. Statt dessen wurden es 13 Jahre, die unerträglich lang wurden, weil sie in Unmenschlichkeit, in Krieg und Vernichtung endeten. Das eine Jahr, das den 1000 Jahren zugeschlagen wurde, steht für die Aufarbeitung des angerichteten Unheils an und in den Menschen.
Die Familie der Autorin gehörte zu jenen, die von den Auswirkungen der Unheilslehre betroffen war und fest glaubte, dass mit der totalen Vernichtung des „1000 jährigen Reiches" auch alle seine Ideen „ad absurdum" geführt seien.
Dass dies nicht der Fall war, dass noch nach 1945 der antisemitische Spuk sie einholen konnte, bedeutet für die Autorin eine schlimme und sehr enttäuschende Erfahrung.
Die Autorin beschreibt in diesem Buch ihre Erlebnisse ab 1933 bis in die jetzigen Jahre.
Rose Marie Lehnhof wurde 1921 in Duisburg geboren. 1928 zog sie mit ihrer Familie nach Danzig, später nach Eschweiler bei Aachen, wo sie 1939 Abitur machte. 1943 erhielt sie ihr Diplom im Fach Chemie -entgegen ihrer eigentlichen Neigung zu Geschichte und Literatur war sie, da sie den Nationalsozialisten ihrer jüdischen Großmutter wegen als „Nichtarierin" galt, auf ein in der Industrie verwertbares Studium ausgewichen. Nach dem Krieg ließ sie sich in Bonn nieder, wo sie bis heute als freie Schriftstellerin lebt.
Weitere Buchveröffentlichungen: „Was Homer verschwieg: Helena und ihre Helden, aufgezeichnet von ihrem Sohn Paris", „Olympische Spielereien: Affären von Göttern und Menschen", „Vater Rhein und seine Rheinländer: Rheinische Geschichte und Geschichten", „Geschichte vor Ort: Der Niederrhein", „Mischpokengeschichten", Bildband „Zauberhafter Niederrhein".
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