Zwei deutsche Sichten

Zwei deutsche Sichten
Ein Dialog auf gleicher Augenhöhe.

Rainer Eppelmann - Dietmar Keller - Christian von Ditfurth (Hrsg.)

251 Seiten. Gebunden, mit Schutzumschlag.


Dieses Buch ist ein Ereignis: Zum ersten Mal haben ein prominentes Mitglied der CDU und ein prominentes Mitglied der PDS gemeinsam die gleichberechtigte und gleichverantwortliche Autorenschaft eines Buches übernommen. Das ist eine neue Form des Dialogs, in dem sich Chancen auftun, Kluften zu überwinden.

Gegensätzlicher könnten Lebensläufe kaum sein. Rainer Eppelmann war in den Augen der Stasi „Staatsfeind Nr. 1”. Zeitweise plante die Staatssicherheit seine Ermordung. Dietmar Keller dagegen ist ein Aufsteiger des „Arbeiter-und-Bauern-Staats“. Er war der letzte Kulturminister der SED.

Aber die Herkunft aus feindlichen Welten – hier Nomenklatura, dort Opposition – verhindert nicht den offenen Dialog auf gleicher Augenhöhe. Jedenfalls nicht in diesem Buch. Es ist eine ernste und von jeder billigen Polemik freie Auseinandersetzung über die Geschichte der DDR und ihre Bedeutung für das neue Deutschland.

Diese Diskussion ist notwendig. Denn zehn Jahre nach der deutschen Einheit steht auch die Geschichte noch zwischen Ostdeutschen und Westdeutschen. War die DDR ein legitimer sozialistischer Versuch nach der Weltkatastrophe des NS-Regimes? Oder war die DDR ein großer Knast, spätestens seit dem Mauerbau 1961? Dietmar Keller und Rainer Eppelmann bieten dem Leser mit ihren unterschiedlichen Sichtweisen aufregende Aufschlüsse über die jüngste deutsche Vergangenheit und den geistigen Zustand einer noch nicht zusammengewachsenen alten, neuen Nation.

Rainer Eppelmann, Jahrgang 1943, ist Mitglied des Präsidiums der CDU und Bundesvorsitzender der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA). In der DDR gehörte der evangelische Pfarrer zu den führenden Kräften des Widerstands gegen das SED-Regime.

Dietmar Keller, Jahrgang 1942, ist Berater des Vorstands der PDS-Bundestagsfraktion. Der promovierte Historiker und Diplomlehrer für Marxismus-Leninismus war der letzte Kulturminister der SED und von 1990 bis 1994 Mitglied des Deutschen Bundestags.



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